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Aerob oder was?

Triathlet auf dem Fahrrad

Wer den Unterschied zwischen anaerober und aerober Energiebereitstellung kennt, hält den Schlüssel zu seiner neuen sportlichen Bestleistung in der Hand. Sowohl beim Training als auch im Wettbewerb sollte man wissen, wie der Körper Energie verarbeitet, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Denn ob man zuhause auf dem Hometrainer strampelt oder am Ende eines Marathons einen Sprint hinlegt, verschiedene Anstrengungen stellen unterschiedliche Ansprüche an das Herz-Kreislaufsystem und die Muskeln.

Grundsätzlich

Energie wird in drei Formen über die Nahrung aufgenommen und im menschlichen Körper eingelagert: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Fette sind die energiehaltigsten, gefolgt von Eiweiß und den Kohlenhydraten. Die Energieträger versorgen unterschiedliche Muskeltypen. Rote Muskelfasern werden hauptsächlich mittels Fetten „betrieben“, die Muskelarbeit ist umfangreich und verhältnismäßig langsam, wie z.B. beim Ausdauersport. Weiße Muskelfasern hingegen arbeiten intensiver und schneller, wie z.B. bei Sprintern, und nutzen hauptsächlich Kohlenhydrate als Energielieferant.

Aerobe (griech.: aer = Luft) Energiebereitstellung. Hier werden vornehmlich Fette und Glucose mit Hilfe von Sauerstoff in Energie umgewandelt. Der über die Atmung aufgenommene Sauerstoff reicht aus, um die Energiegewinnung für die körperliche Belastung in Gang zu halten. Als Abfallprodukte entstehen Kohlendioxid und Wasser, die über die Atmung problemlos ausgeschieden werden. Energiewandlung aus Fetten braucht Zeit, die bei Ausdauersportarten, Triathlon oder gemäßigte Trainingseinheiten auf Fitnessgeräten meist vorhanden ist.

Anaerobe Energiebereitstellung. Wird die Muskulatur sehr stark beansprucht und reicht die aufgenommene Sauerstoffmenge für die Energiegewinnung nicht aus, setzt der anaerobe Energiestoffwechsel ein. Deutlich weniger bis nahezu kein Sauerstoff wird benötigt, dafür werden dem Blut vermehrt Kohlenhydrate entzogen. Kohlenhydrate im Blut sind stark limitiert, wird nicht ständig für Nachschub gesorgt, kommt es zur Muskelermüdung. Außerdem fällt bei anaerober Energiebereitstellung u.a. Milchsäure als Nebenprodukt an, was bei langer intensiver Belastung zu einer schnellen Muskelermüdung führt.

Gesunder Sport

Wenn Sie sich beim Ausdauersport, Wandern oder Rad fahren noch locker unterhalten können arbeitet Ihr Körper aerob, die Herzfrequenz beträgt etwa 60 bis 70 Prozent Ihres Maximalwertes. Moderne Heimtrainer haben telemetrische Herzfrequenzanzeigen und herzfrequenzgesteuerte Programme, so können Sie Ihre Belastung immer überprüfen. Bei aerober Energiebereitstellung ist Sport über Stunden möglich, ohne schnell zu ermüden oder am nächsten Tag etwas davon zu merken. Wenn bei intensiver Belastung in kurzer Zeit große Mengen Energie zur Verfügung gestellt werden sollen, überwiegt die anaerobe Energie. Sie können das gleiche, schnelle Tempo nicht lange halten, müssen eventuell abbrechen und haben am nächsten Tag einen ausgeprägten Muskelkater.

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